Restaurant und Landgasthof Summter Storch - Presse und Medienecho

Wochenspiegel

Aal grün und die Erinnerung an den alten "Doppelstocker", von Lars Franke

Können Sie sich noch an den uralten Berliner Doppelstock-Bus erinnern? An die Ausflugslinie von Pankow nach Summt und Zühlsdorf? An dieses liebenswert-originelle Monster, das Jahrzehnte lang scharenweise Ausflügler in unsere Oberhavel-Ecke "gekarrt" hat? Und an den Streit ganzer Schüler-Generationen von wegen Oben- oder Untensitzen bei den Wandertagen.

Nun ist ja die Wald-und-Seen-Gegend östlich von Oranienburg theoretisch eine ausgesprochene Wanderidylle, aber bei "waschechten" Berlinern hält sich dieses Auf-Schusters-Rappen-Bedürfnis eher in Grenzen. Gewiss - bei inzwischen mehr als dreieinhalb Millionen Einwohnern gibt es auch eine Menge Wanderfreaks. Auch die Zahl der Radler boomt. Doch machen wir uns nichts vor: Was die Spree-Athener seit jeher zu "Muttern Natur" zieht, sind nicht zuletzt die vielen brandenburgischen Ausflugsgaststätten mitten im Grünen. So ein Klassiker ist das Restaurant "Summter Storch". Kennen Sie nicht? Wahrscheinlich doch – aber möglicherweise unter dem einstigen Namen "Summter See". Dämmmert es? Ja, das inzwschen 100 Jahre alte Traditionshaus mit dem Garten. Mit Blick auf das Markttreiben von Summt. Der Biergarten ist auch noch in diesen Herbstagen – vernüftiges Wetter verausgesetzt – noch beliebter wie der vielzitierte "Platz an der Theke".

Seit Ostern 2001 ist Wolfram Ritschl der "Storchen-Wirt". Der hochaufgeschossene Mittvierziger betreibt auch das Restaurants "Paris-Moskau" in der Nähe vom Berliner Reichstag. Und seit kurzem die "Traube" in der Reinhardtstrasse, nicht weit vom "Deutschen Theater".

In der Küche hat Oliver Rath das Sagen. Der hat seine Handwerk im Berliner "Berolina" gelernt, zu DDR-Zeiten eine gute Adresse in Sachen Gastronomie. Gutbürgerlich und rustikal soll die Küche in Summt sein. Das schließe einander nicht aus, meint jedenfalls Ritschl. Und das tagtägliche Leben gibt ihm offenbar recht.

Mit rustikal, also mit deftig und bäuerlich, sind Eisbeine und Haxen gemeint, die hier zu den "Rennern" gehören. Auch Kasslerbraten mit Sauerkraut und das gute, alte Schweineschnitzel. Oder Sülze mit Bratkartoffel, Matjes und Brathering. Schon gutbürgerlich dagegen Tafelspitz mit einer Schnittlauch-Sauce. Wie es sich gehört aus den edlen Teilen des Ochsen. Gutbürgerlich auch die Wildgerichte- der Hirschbraten und der Wildschweinbraten. Traditionell zubereitet, die Klöße "handgeschmiedet".

Eine echte Überraschung sind die gespickten Hasenkeulen. In Burgundersauce angerichtet, dieser Sauce aus trockenem Rotwein. In der Gastronomie unserer Region muss man schon intensiv nach dieser Gaumenfreude suchen. Ebenso wie nach Summter Aal grün. Mit Kartoffeln und frischem Gurkensalat früher ein Leib-und-Magen-Gericht der Berliner. So ein ganz klein bisschen anders ist das Zanderfilet. Das wird wird nämlich auf Kräuterreis und mit einer Rieslingsauce serviert. Überhaupt hat der Küchenchef für Braten, Suppen und Saucen ein "glückliches Händchen". Seine Kürbissuppe gilt als so etwas wie ein Flaggschiff des Hauses. Und das in einer Gegend, in der Vorsuppen nicht gerade an der Spitze der beliebtesten Gerichte stehen. Wo sich viele Zeitgenossen bei ukrainischer Soljanka und ungarischer Gulaschsuppe durchaus gut aufgehoben fühlen. Und da freut es den Küchenchef um so mehr, wenn Gäste um das Kürbis-Rezept bitten.

Gegenwärtig werden viele Gerichte mit Pilzen serviert. Noch bis Ende Oktober. Mit der "Pilzpfanne" hat man sich etwas Besonderes einfallen lassen – nämlich eine Komposition von viererlei Sorten - Pfifferlinge und Austernpilze, Champignons und Steinpilze. Es macht einen Heidenspass, die unterschiedlichen Aromen herausfinden.

Schade, dass nicht das ganze Jahr Pilzzeit ist. Inzwischen machen sich Wirt und Küchenchef Gedanken, wie man das Angebot erweitert, ohne dass die Karte ausufert. Ritschl könnte sich Lammgerichte auch außerhalb der Osterzeit vorstellen. Vielleicht Lammhaxen? Oder Entenbraten unabhängig von Advents- und Weihnachtszeit?

Was erstaunt, sind die moderaten Preise. Kaum etwas übersteigt die 10-Euro-Schwelle. Nicht zuletzt das macht das Haus interessant für Familienfeiern. Einen seperaten Raum gibt es für 30 Personen und der Saal fasst um die 100 Gäste. Man kann sich auch für die Nacht einmieten – zehn Zimmer stehen bereit.

Der Einstiegspreis für ein Doppelzimmer mit Frühstück liegt bei knapp 42 Euro.

Und noch eine Gäste-Klientel hat den "Storch" für sich erschlossen - die Anhänger von Nordic Walking. Die treffen sich nämlich hier zu ihren Cups. Zum Faschingslauf, zum Storchenlauf und noch in diesem Jahr zum Bratapfel-Lauf.

Restaurant und Pension "Summter Storch" (033 056 / 22 241 und www.summter-storch.com) sind am besten von der Autobahnabfahrt Mühlenbeck zu erreichen. Das Haus liegt mitten im Ort auf der linken Seite und ist täglich ab 11.30 Uhr geöffnet.

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Summter Storch
Restaurant und Landgasthof
Liebenwalder Straße 64
16567 Mühlenbeck-Summt

Tel.: +49 033056 2 22 41
Fax: +49 033056 2 22 42
E-Mail: info@summter-storch.com

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Wir haben täglich von 11:30 Uhr bis 21:00 Uhr für Sie geöffnet.

So finden Sie uns

Der Landgasthof und Restaurant Summter Storch ist über den nördlichen Berliner Ring (A10 Richtung Hamburg) problemlos zu erreichen.

Sie nehmen die Ausfahrt MÜHLENBECK und fahren weiter in Richtung Liebenwalde.

Nach ca. 3 Autominuten erreichen Sie auf der rechten Seite den Summter See.

Auf der linken Seite befindet sich das Restaurant Summter Storch.